3 Wochen im Paradies
Da bin ich nun also im selbst erklaerten Paradies gelandet. Um genau zu sein schon vor 3 Wochen!
Alles fing damit an, dass es sich mehr als schwierig gestaltete einen Host in Honolulu zu finden. Und dann kam es eh alles ganz anders. Um meinen Host zu kontaktieren, wollte ich mir zunaechst eine US Sim Karte holen. Also fragte ich im Bus nach dem besten Stopp und kam mir Rene ins Gespraech. Wir unterhielten uns so gut und siehe da – sie lud mich ein bei ihr zu bleiben. Wow!!! Rene ist Dozentin an der Uni hier und wohnt mit ihrem Sohn in einem suessen kleinen Haus im Stadtteil Manoa, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Und sie hat definitiv eine sehr bequeme Couch.
Meinen urspruenglichen Host, der aber schon Besuch hatte, wollte ich natuerlich trotzdem kennen lernen und so gingen wir zusammen essen.
Der naechste Tag war richtig voll: Zunaechst kaufte ich mir endlich meine lang ersehnte Unterwasserkamera zum Schnorcheln und anschliessend ging es auf einen kleine Wanderung zum Sonnenuntergang geniessen. Anschliessend machte ich noch Pizza. Am Tag drauf hiess es schon wieder Abschied nehmen, weil ich ja weiter nach Kona flog. Kona? Das liegt ein paar Inseln weiter oestlich auf Big Island oder auch Hawai’i. Hier findet immer der Ironman im Oktober statt. Das konnte ich mir also nicht entgehen lassen!! Noch ein Vorteil Konas: So gut wie Sonnenscheingarantie!!
Und Kona hielt was es versprach: Viel Sonne, super Trainingsmoeglichkeiten und endlich die lang ersehnten Laufschuhe – seit Oktober musste ich mit meinen Alten laufen gehen, von denen ich immer heftige Blasen bekam und die bestimmt auch gar keine Daempfung mehr hatten. Neben dem nun wieder ernsteren Triathlontraining ging ich dort viel Schnorcheln. Kona ist wirklich ein suesser kleiner Ort! Doch am besten haben mir die Gruppenlaeufe gefallen. Supernette Leute und ich wurde endlich mal wieder gepusht laenger als die uebliche Stunde laufen zu gehen. Halbmarathon ich komme!! Naja, nur noch die 86km Rad fahren und 1,9km Schwimmen zuvor….hmmmm. Ich habe naemlich beschlossen im Juni am Indeland Triathlon teilzunehmen. Fans willkommen.
Doch ich fuhr auch nach Hilo und vebrachte dort 3 Tage. Hilo ist recht verregnet, aber auch wunderschoen gruen mit viel Regenwald, Wasserfaellen und und und. Hier machte ich mit meinem Host eine echt coole Motorradfahrt die Kueste entlang. Doch am Sonntag, 19.02.2012, wollte ich unbedingt wieder in Kona sein, denn dort fand ein 332.640 Inch Lauf statt. Umgerechnet sind das 8,4km.
Meine Zeit war ganz okay, aber da geht noch was bis Juni. Doch das Besondere an den Sportveranstaltungen von Peaman ist, dass sie umsonst und definitiv fuer Jedermann sind. Einen ausfuehrlichen Bericht wird es hier ab Anfang naechster Woche auf trainingsworld.com geben.
Inzwischen bin ich wieder in Honolulu, denn schon uebermorgen geht es weiter nach LA. Leider gab es auch eine sehr negative Ueberraschung hier. Meine neu gekaufte Kamera hatte sich als defekt heraus gestellt. Nach ein paar Mal nutzen fiel mir ein Riss im Gehaeuse auf. Als ich sie im Laden umtauschen wollte, beschimpfte mich der Manager, dass ich sie kaputt gemacht haette und dass ich mich selbst drum kuemmern muss. Sony reagierte zum Glueck deutlich kundenfreundlicher. Jetzt muss ich halt noch hoffen, dass ich die Kamera irgendwie rechtzeitig wieder bekomme. Ansonsten wird sie nach Deutschland geschickt.
Das haette sich dann unterwassertechnisch ja so richtig gelohnt. Naja, noch bin ich positiv gestimmt. Drueckt mir die Daumen.
Auch wenn es in diesem Bericht vielleicht noch nicht ganz so rueberkommt: Hawaii ist ein Traum. Ich liebe die Leute und auch das Inselleben (bin ich etwa so gepraegt von meinem Teneriffaaufenthalt)? Und ich liebe die USA. Wer haette gedacht, dass ich das einmal sagen wuerde?
Mal sehen, ob diese Meinung auch nach LA noch so ist. Haha. Nein, ich freue mich schon sehr, denn dort werde ich endlich wieder Freunde aus Nuernberg sehen. Und in exakt einer Woche reise ich dann eh nicht mehr alleine. Juhu! Meine beste Freundin kommt auch nach Mexico, wo wir zusammen erst Halli, die ich beim Praktikum in Barcelona 2008 kennen gelernt hatte, und vielleicht auch Uli aus Koeln/Berlin, besuchen werden. Anschliessend geht es zu Kaytee nach Panama. Kaytee hatte ich im Hostel in Madrid 2006 kennen gelernt. Inzwischen wont sie mit ihrem Mann in Boquete und hat dort ein Hilfsprojekt; ihr Mann Oscar ist im Tourismus taetig. Das wird bestimmt auch sehr spannend. Tja und dann folgen noch 3 Wochen Costa Rica mit hoffentlich etwas Surfen und Tauchen und Relaxen bevor es ab nach Deutschland geht.
Ehrlich gesagt freue ich mich auch schon darauf. Endlich wieder bei den Freunden sein, einen Job haben, Geld verdienen, den lieben Kopf benutzen, etc. Reisen ist definitiv auch Gehirnarbeit, denn man lernt extrem viel ueber sich selbst und darueber wie sich die Raeder drehen in dieser Welt. Gerade durch Couchsurfing und Sport mit anderen lernt man andere Denkweisen und Lebensstile kennen. Ich moechte keinen Teil meiner Reise missen – auch wenn es einige negative Erfahrungen gab und vermutlich auch noch geben wird. C’est la vie! Die schoenen ueberwiegen bei weitem und man sollte sich meiner Meinung nach generell nicht zu viel sorgen, sondern lieber versuchen die schoenen Dinge des Lebens noch intensiver zu geniessen.
Hawaii – erste Bilder
Hier erste Eindruecke aus dem selbst ernannten Paradies.
Fidschi
So, da ich gerade etwas viel um die Ohren habe, moechte ich an dieser Stelle ueber meinen nicht unausfuehrlichen Artikel auf trainingsworld verweisen. Ueber Hawaii berichte ich euch dann wieder ausfuehrlicher.
6 Wochen im Land der langen weissen Wolke
Wow, die Zeit verging wie im Flug. Das lag wohl auch an meinem lang ersehnten Besuch und der Tatsache, dass ich endlich auch etwas gearbeitet habe.
Doch nun von Anfang an: Am 21.12. war es soweit – ich konnte das sauteuere Australien hinter mir lassen. Versteht mich nicht falsch: Ich hatte eine schoene Zeit in einem der Laender, die wohl ueber den hoechsten Lebensstandards geniessen. Doch die Preise waren kombiniert mit dem extrem schwachen Euro kaum bezahlbar.
Jetzt aber zu Neuseeland. Empfangen wurde ich von meiner “Hostin”. Sie hat sich echt lieb um mich gekuemmert und direkt am Abend sind wir zur Couchsurfingweihnachtsfeier in Auckland gegangen. Dort habe ich auch meine Reisepartner der naechsten Tage kennen gelernt: 3 Chinesen. Da ich bisher in meinem Leben ja so rein gar nichts mit der asiatischen Kultur zu tun hatte, war ein kleiner Kulturschock also vorprogrammiert. Der beschraenkte ich aber gluecklicherweise aufs Essen. Da kocht man stundenlang und dann wird das Essen innerhalb von 5 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes rein geschlungen. Naja, dafuer habe ich aber auch eine kleine Einfuehrung in die Zeichenkunde bekommen – und das war wirklich spannend. Wir sind uebrigens 3 Tage zusammen gereist. Zuerst ging es zum Kaituno River zum Sledging. Sledging?? Ja, hier kann man zwar auch Rafting machen, Sledging ist aber 10.000x besser.
Dabei hat man einen Neoprenanzug an, Flossen an den Fuessen und man bewegt sich halb auf einem Plastikbrett, das eine Mischung aus Kajak und Bodyboard ist, vorwaerts. Hammergeil! Im Anschluss ging es nach Rotorua, wo ezahlreiche heisse Quellen und Mud Pools gibt. An einigen Stellen sprudelt das heisse, schwefelhaltige Wasser auch einfach am Bordsteinrand hoch. Heisses Wasser findet man auch bei den Huka Falls. Diese wirklich atemberaubend schoenen, tuerkisenen, beeindruckenden Wasserfaelle fuehren naemlich stromaufwaerts zu einer heissen Quelle. Dort, wo diese auf den eiskalten Fluss trifft, kann man dann in badewannenwarmen Wasser baden.
Die Huka Falls befinden sich nahe dem groessten See Neuseelands, Lake Taupo. Diesen muss man zur Haelfte umrunden, um zur Strasse zu gelangen, die in den Tongariro National Park fuehrt. Hier uebernachteten wir gleich 2x und zwar weil wir eine Tageswanderung (angeblich die Schoenste und Beste Neuseelands) von 19,4km Laenge machten. Da muss man sich dann schon mal zwingen vor dem Sonnenaufgang aufzustehen, um den Shuttlebus um 7 Uhr zu bekommen. Unser Hostel war uebrigens sehr cool, da die Zimmer in einer Kletterhalle waren. Naechtliches Bouldern gab es also auch – nur erwischen durfte man sich nicht lassen, es war ja schliesslich eine Kletterhalle – Bouldern verboten! Die Wanderung war tatsaechlich recht schoen. Zuerst durchquerte man lange Zeit die Vulkanlandschaft inkl. Schneefeldern, roten Vulkanbergen, gruenen Seen und nicht wenigen steilen Anstiegen bevor es dann lange bergab bis hinein in den Regenwald geht. Nach diesen 3 erlebnisreichen Tagen, dem ersten Sonnenbrand seit Suedafrika und vielen Eindruecken der chinesischen Kultur ging es am 27. schliesslich wieder nach Auckland.
Am selben Tag durfte ich auch endlich nach langem Warten meinen Schatz vom Flughafen abholen. Dank eigenem fahrbaren Untersatz in Form eines Mietwagens waren wir auch schoen flexibel unterwegs. Unsere Campingplaene wurden allerdings vom starken Regen und einem nicht wirklich wasserdichten Zelt durchkreuzt und wir schliefen ein paar Mal im Auto. Da wir am 31.12. nach Christchurch geflogen sind, hielten wir uns in diesen 3,5 Tagen ueberwiegend rund um Auckland auf. Das Highlight stellte hierbei wohl der Hot Water Beach auf der Coromandel Halbinsel dar – ein Strand, an dem es mit etwas Buddelei richtig heisses Wasser aus dem Boden gibt. So machten wir uns bei ca 14 Grad Celsius und stroemendem Regen in Badebekleidung auf die Suche nach “unserem” Wasserloch. Definitiv eine Erfahrung.
Die 14 Grad hatte ich wohl etwas unetrschaetzt, denn schon waehrend dem Flug nach Christchurch spuerte ich, dass es mir nicht richtig gut ging. Im Hostel angekommen plagten mich dann Schuettelfrost, Fieber und starke Kopfschmerzen und so kam es, dass wir Silvester verschliefen. Gluecklicherweise ging es mir am folgenden Tag aber wieder besser und wir konnten unseren Road Trip mit neuem Mietwagen, groesserem Zelt und nun auch richtiger Campingausruestung fortsetzen. Vorbei an einem absolut genialen, tuerkisenen Gletschersee ging es zum Mount Cook, wo wir eine schoene Abendwanderung zur Gletscherzunge machten. Tags drauf ging es weiter nach Queenstown, wo wir das wohl weltbeste Eis genossen haben. Die Stadt ist auch total suess und laedt zum Schlendern und Bummeln ein. Abends ging es noch weiter nach Wanaka – nach dem wir unser Abendessen an einem der zahlreichen Lookouts zubereitet und verspeist hatten. In Wanaka galt es dann sich im Labyrinth zurecht zu finden. Gar keine so leichte Aufgabe – doch gemeinsam haben wir sie dann auch nach etwa 1,5 Stunden geloest. Direkt daneben gibt es noch eine kleine, aber feine, interaktive Ausstellung zu optischen Taeuschungen. Auch Spiele wie dreidimensionales Vier Gewinnt stehen im Caf’e frei zur Verfuegung. Da unser Budget leider keine Fahrtdurch den beruehmten Milford Sound zuliess, liessen wir das Fjordland aus und fuhren direkt an die Westkueste. Die ist wirklich wunderschoen und es ist beeindruckend wie sehr sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer wandelt. Doch leider wird diese Schoenheit getruebt – und zwar von wirklich laestigen Sandflies. Diese fiesen Stechmuecken sehen aus wie Fruchtfliegen, stechen aber wie Schnaken und treten immer in Scharen und irgendwie fast ueberall auf. Eine fiese Sache, die das Campen nicht wirklich zur Freude macht. Aber Sandflies hin oder her uebernachteten wir direkt am Strand und gingen am naechsten Tag in Richtung einer Seehundkolonie. Zwar brachen wir schon vorzeitig ab, doch dafuer hatten wir unseren Privatseehund direkt vor unserer Nase auf einem Felsen. Eine Moeglichkeit vor den Muecken zu fliehen ist sich in Gebiete mit weniger Vegetation zu begeben. Und was bietet sich da mehr an als eine Gletscherwanderung? Am Dreikoenigstag schnallten wir die Steigeisen an und begaben uns auf, in und durch das Eis. Wow – kann ich nur sagen. Das war wirklich ziemlich beeindruckend! Vorbei an einer weiteren Seehundkolonie ging es weiter gen Norden mit einem Stopp am wohl schoensten und zugleich bezahlbaren Campingplatz der Suedinsel: Gentle Annie Point. Mehr als empfehlenswert! Lagefeuer am Strand, Einschlafen mit der Brandung und ein verstimmte4s Klavier, an dem Kai natuerlich sein Bestes gegeben hat.
Vielleicht ist meine Erinnerung aber auch so positiv, weil es der erste Ort war, an dem es mal nicht geregnet hat.
Die Sonne nahmen wir dann auch mit nach Nelson im Norden der Suedinsel. Neben einem Paar neuer Schuhe goennten wir uns hier auch das erste Mal etwas nicht selbst Gekochtes. Wir bestellten die angeblich beste Pizza in Town und wurden nicht enttaeuscht. Wobei ich ja zugeben muss, dass die in der L’Osteria in nuernberg noch besser ist. Via Picton ging es dann – vorbei an eienr weiteren Seehundkolonie – zurueck nach Christchurch. Dort tauschten wir den Mietwagen in den lang ersehnten Campervan (zuvor waren diese leider komplett ausgebucht). Und dieser Tausch hat sich mehr als gelohnt. Endlich kein Zelt mehr aufbauen – yeah! Noch am selben Tag und eine schaukelige Fahrt mit der Faehre spaeter befanden wir uns in der windigsten und zugleich Hauptstadt Neuseelands: Wellington. Laut Kai aehnelt Wellington San Francisco sehr. Neben einem Stadtbummel besuchten wir auch das Te Papa Museum. Echt cool, informativ und vor allem interaktiv. Genau das Richtige fuer Spielkinder wie mich. Da unser Fallschirmsprung vom 29.12. auf den 15.01. verschoben worden war, fuhren wir dann die komplette Strecke nach Auckland mit nur 2 kurzen Stopps bei den Huka Falls und einem recht grossen Mud Pool bis Auckland durch. Und siehe da, wir hatten Glueck mit dem Wetter und so ging es um 12 Uhr mittags mit einer Einsitzerpropellermaschine und uns inkl. unserer Tandempartner im “Frachtraum” hinauf auf 12.000 Fuss. uhuuu…der Flug war ja schon etwas scary, aber was dann folgte laesst sich kaum mit Worten beschreiben. Ploetzlich ging die Luke auf und mein geliebter Freund stuerzte sich in die Tiefe – natuerlich gut gesichert an seinem Tandempartner. Tja und 10 Sekunden spaeter war ich selbst dran. Zunaechst realisiert man ja gar nicht, was da gerade passiert und dann ist es einfach nur gigantisch und ueberwaeltigend. Die 45 Sekunden freier Fall vergehen tatsaechlich (wie) im Flug – mir kam es eher vor wie 5 Sekunden! Auf einer sicheren Hoehe von 6.000 Fuss wird dann auch der Fallschirm gezogen und man segelt gemuetlich gen Boden. Wuhuuuuuuuu. Das war echt genial! Dank Groupon war das Ganze auch bezahlbar!
Nach einem kurzen Abstecher zum Strand von Mangawhei Heads hiess es dann leider auch schon wieder Abschied nehmen fuer weitere 3 Monate.
Um nicht noch mehr Geld als noetig auszugeben arbeitete ich die letzten beiden Wochen meines Aufenthalts in Aotearoa (Maori: Land der langen weissen Wolke = Neuseeland) in einem Caravan-Camping-Park in Whananaki im Norden der Nordinsel. Die extreme Abgeschiedenheit dieses wunderschoenen Fleckchens Erde erschwerte zwar die Kommunikation “nach Hause”, dafuer sieht man aber auch einen atemberaubend vollen und hellen Sternenhimmel, hat oft den ganzen Sandstrand fuer sich alleine und gruesst jeden, dem man begegnet. Insgesamt zwei schoene, endlich wieder trainingsintensivere sowie etwas Sonnenbrand verursachende Wochen. Nach einem weiteren Tag in Whangarei und Auckland ging es dann weiter nach Fidschi.
Doch von meinen Erlebnissen dort berichte ich euch beim naechsten Mal. Jetzt wird es auch nicht mehr so lange dauern, bis es ein Update gibt, da ich mich je nur max. 3 Wochen in dem kommenden Laendern aufhalten wrde. Also schaut fleissig hier rein!






















