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New Zealand

Bald folgt ein ausfuehrlicher Bericht, nur so viel: Mir geht es bestens und das Land ist der Hammer!!! :-) Erste Fotos

6 Wochen down under

Wow, es ist schon wieder soweit. Nach 6 Wochen in diesem wunderschönen Land heisst es Abschied nehmen. Um ehrlich zu sein fiel mir der Abschied aus Kapstadt aber um einiges schwerer. Einerseits mag das an den vielen lieben Leuten, die ich dort kennen gelernt habe, liegen und andererseits wohl auch an der Tatsache, dass Australien einfach schweineteuer ist! Der schwache Euro hat mir in der letzten Zeit extrem zu schaffen gemacht und ich werde wohl nicht mehr hinkommen mit meiner Reisekasse. Mal sehen, ob ich da noch irgendetwas gegen machen kann. Neu entdeckt habe ich dank meinem ersten Host in Sydney die Webseite helpx.net, eine Seite, auf der Leute Unterkunft und manchmal auch Essen gegen ein paar Stunden Arbeit anbieten. So war ich hier schon eine Woche in Townsville zum Geld sparen und habe dort neben Putzen auch Gartenarbeit verrichtet. Und Mitte Januar geht es zwei Wochen in einen Caravan Park in den Norden Neuseelands. Dort werde ich 3 Stunden täglich arbeiten und im Gegenzug einen Camper bekommen. Ausserdem darf ich dort die Kajaks kostenfrei benutzen. Einen Surfstrand soll es auch ganz in der Nähe geben. :) Bin schon sehr gespannt!!

Doch nun mal eins nach dem anderen. In Australien gelandet erkundete ich zunächst Sydney. Doch irgendwie bin ich wohl kein Grossstadtkind – oder Sydney ist einfach nicht meine Stadt. Sydney ist cool, aber irgendwie reichten mir auch 2 Tage! Deshalb flüchtete ich direkt am Tag nach meiner Ankunft in die Blue Mountains, wo ich mit meinem Host Gilles und zwei weiteren Couchsurfern ein bisschen wanderte. Tags drauf ging es dann nach Bondi Beach. Die Wellen waren aber leider nicht soooo gut und das Wasser arschkalt, also entschied ich mich nur ein bisschen rumzulaufen. Abends traf ich noch meinen neuen Host und seine Freundin, um mit ihnen gemeinsam die Skulpturen am Strandweg anzusehen. Da waren echt ein paar coole Kunstwerke bei!

Am vierten Tag meines Aufenthalts traf ich mich noch mit ein paar Jungs, die ich im Juli auf Sylt kennen gelernt hatte, in Manly Beach. Leider war es recht windig, also wieder nichts mit Surfen. Dafür spielten wir aber ein bisschen Beachvolleyball. Wow…es ist ja schon sooo lange her, dass ich einen Ball in den Händen hatte. Aber nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit klappte das auch wieder ganz gut. Abend fuhr ich dann weiter zu meinem neuen Host in die Blue Mountains.

Rowan lebt mit seiner Familie auf einem recht grossen Stück Land in der Natur. Sie versuchen weitgehend unabhängig zu leben und haben einige Tiere. Das Besondere an ihnen ist, dass sie eine Art Community gegründet hatten, wo Couchsurfer ein Zuhause haben sollten. Leider wurden sie von der Regierung gezwungen diese zu schliessen, da es in Australien verboten ist, mehr als ein Haus und einen Caravan zu besitzen bzw. als Schlafstätte zu nutzen! Als Überbleibsel der Community gab es noch einige Hütten am Fluss. Und auch eine Toilette hatten sie gebaut. Diese mussten wir am ersten Tag meines Aufenthalts hoch zu den anderen Häusern bringen – ein Abenteuer sag ich euch! Nach harter Arbeit mussten wir dann aber nicht mehr durch den halben Wald laufen, um unser Geschäft zu verrichten. ;-) Und viel wichtiger wir konnten es richtig geniessen im Fluss baden zu gehen!! Die Jungs hatten dort sogar ein Seil und eine Hängematte angebracht – Spass war also mehr als garantiert! Am den beiden nächsten Morgen konnte ich dann endlich wieder etwas sporteln und im Cattai National Park laufen gehen. Das Besondere hierbei: Unterwegs trifft man zahlreiche Wallabies und Kängurus! :-) Total cool! Die kleineren Wallabies sind aber leider recht schreckhaft, weshalb es echt schwer ist ein vernünftiges Bild von ihnen zu erwischen. Die grossen Kängurus hingegen sind recht gechillt und fressen einfach weiter, wenn man vorbei joggt.

Nach 3 Tagen ging es dann schon weiter nach Melbourne. Dort hatte ich mich mit 4 anderen Couchsurfern zu einem Trip zur Great Ocean Road verabredet. Ursprünglich wollte ich mit einer anderen Deutschen reisen, doch sie hatte sich leider nicht mehr gemeldet. Deshalb sagte ich einem aus Malaysia zu mit ihm und 3 weiteren Mädels zu fahren. Irgendwie hatte mir mein Bauchgefühl schon vorher verraten, dass ich lieber mit der Deutschen hätte fahren sollen. Aber naja, das ist nun mal passe. Neben seinem Fahrstil, der doch recht unangenehm auf dieser windigen Strasse war, kam noch hinzu, dass wir im Haus einer ehemaligen (?) Alkoholikerin übernachteten. Alles sehr scary!!! Leider war auch das Wetter recht schlecht auf unserem Trip, weshalb ich nun zwar Bilder von den 12 Aposteln habe, aber das Farbspiel, das man von vielen Postkarten kennt, kommt nicht annähernd zur Geltung. Nach dieser unheimlichen Nacht ging es via den Grampians wieder zurück nach Melbourne und abends direkt weiter zu meinem neuen Host Gallahad, ein Australier chinesischer Abstammung, der mich in das wahre chinesische Essen einführte. Und ich dachte immer, ich mag chinesisches Essen nicht so sehr. Pft. Man muss einfach mal ein richtiges Yum Cha haben! Ausserdem machten wir noch eine kleine Wanderung und fütterten Papageien. Nach einem Tag in Torquay, einem Surfervorort, und einem weiteren in der City ging es dann aber auch schon weiter nach Cairns, im Norden Queenslands.

Innerhalb von einer Woche war ich also in 3 Bundesstaaten. Uff, ein ganz schöner Reisestress!! Deshalb wollte ich ursprünglich auch etwas länger in Cairns bleiben. Am ersten Tag meines zweiten Tag meines Aufenthalts ging es direkt mit 4 Mädels zum Cape Tribulation. Einfach nur schön!! Traumhafte Strände, zahlreiche Wasserlöcher, die zum Bad einladen und eine Krokodiltour mit super netten und lustigen Mädels! Ein wirklich cooler Tag! Nur schade, dass man nicht im Meer baden kann/soll, da den ganzen Sommer über Stinger Season ist. Stingers sind kleine Quallen, die uebelst auf der Haut brennen, wenn man sie berührt. Ausserdem gibt es dort im tropischen Norden Australiens auch oft Salzwasserkrokodile und den Blue Bottom Oktopus, dessen Berührung sogar tödlich sein kann! Also lieber in den extra abgetrennten Strandbereichen schwimmen!! Diese Umstände und vor allem die Tatsache, dass mein Host sehr, sehr merkwürdig war, liessen mich aber wieder schneller als gedacht aus Cairns abreisen. Zuvor traf ich mich aber noch mit Rico. Ueber ein Internetforum hatten wir uns verabredet, gemeinsam die Ostküste mit seinem 4WD entlang runter zu fahren.

Nachdem ich wohl in den ersten zwei Wochen Australien schon mehr ausgegeben hatte als in den drei Wochen Südafrika entschied ich mich eine Woche lang Work for Accommodation and Food zu machen. Glücklicherweise fand ich nach zahlreichen Absagen einen Host in Townsville, 350km südlich von Cairns. Nach einer coolen Fahrt dorthin mit Stopp bei den Josephine Falls, Wasserfällen mit einer natürlichen Steinrutsche, traf ich also Craig. Craig ist wohl einer der entspanntesten Menschen ever! Nachdem er mir nicht einmal direkt Aufgaben zugeteilt hatte, putzte ich also einfach etwas. Am nächsten Tag kam dann noch eine Französin, die genauso wenig wie ich wusste, was wir eigentlich arbeiten sollten. ;-) Aber alles in allem war es eine entspannte und angenehme Woche. Nur von Magnetic Island wurde ich etwas enttäuscht. Die Insel ist zwar echt schön, aber für den Fährpreis hätte ich doch etwas noch Tolleres erwartet. In der tropischen Hitze erwanderte ich also die Insel. Nice nice, aber eben nichts soooo Besonderes.

Nach einer Woche holte mich dann Rico ab und wir machten uns auf den Weg zu den Whitsunday Islands bzw. Airlie Beach. Dort trafen wir Yvonne wieder. Sie war beim selben Host in Cairns. Sie verriet uns, dass es immer mittwochs die Möglichkeit gibt kostenlos segeln zu gehen. Doch es handelte sich hierbei nicht einfach um einen gemütlichen Törn, sondern wir nahmen direkt an einem Rennen teil. Eine wirklich coole Erfahrung mit John und der Riff Raff alles zu geben und noch kurz vor dem Ziel ein Boot zu überholen. Yeah!! Nach dem Rennen segelten wir dann noch gemütlich in den Sonnenuntergang. Eine wirklich außergewöhnliche und wunderschöne Erfahrung! Und das ganz umsonst. :D Tags drauf ging es dann endlich auf den grossen Segeltrip zu den Whitsundays. Nach kurzer Einweisung ging es auch schon direkt zum ersten Schnorchelstopp, wo wir auch tauchen konnten. Rico hatte vor kurzer Zeit seinen Open Water Diver gemacht. Ich mit meinen 20 TG war wohl eine der „Erfahrensten“ neben dem Tauchlehrer. Ganz schön merkwürdig das erste Mal alleine ins Wasser zu gehen und einen TG nur zu zweit zu machen. Aber mit Rico lief das echt super! Eins A Buddy! Abends ging es dann gleich nochmal ins Wasser – mein erster Nachttauchgang. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir mehr davon versprochen hatte. Wir sahen nicht wirklich irgendwas Besonderes, da waren die ganzen riesigen Fische, die wir morgens beim Schnorcheln gesehen hatten, schon um einiges toller. Die Sicht war auch recht schlecht und ich fühlte mich etwas an meinen Tauchkurs im Attersee erinnert. :-P Am nächsten Tag tauchten wir dann morgens noch einmal. Diesmal wollten Rico und ich auch wieder zu zweit tauchen, doch in allerletzter Sekunde entschied der Bootsbesitzer, uns noch einen Briten und zwei Japanerinnen mitzuschicken. Alle drei waren eher unerfahren und wir tauchten ab, ohne den TG vorher ordentlich durchgesprochen zu haben, also ohne richtiges Briefing. NOT FUNNY! Die Kommunikation unter Wasser schlug ganz schön fehl und wir tauchten schliesslich viel zu weit draussen auf – dort wo die Strömung schon recht stark war. Nun ja, inzwischen weiss ich wenigstens, was ich nie mehr machen werde. ;-) Am Nachmittag ging es dann weiter an den Whitehaven Beach. Ein Traum in Weiss und Türkis! Nach einer kleinen Bootsparty genossen wir dann an Deck schlafend noch schön den Vollmond! Nachts bekamen wir sogar noch Besuch von einem Delfin. Awesome!!

Tags drauf ging es wieder zurück nach Airlie Beach und am Sonntag schliesslich weiter nach Agnes Water. Dort verbrachte wir den ganzen Tag surfend. Rico hatte zum Glück ein Board dabei, das auch meinen Surfkünsten (oder besser Unkuensten) einigermassen entsprach und so wechselten wir uns immer ab. Nice nice!!! Das nächste Ziel lautete dann Fraser Island. Um dorthin zu kommen, muss man die Fähre ab Rainbow Beach nehmen. Es empfiehlt sich bei Ebbe auf die Insel zu fahren, da man dann schön am Strand lang heizen kann. Die Gezeiten passten allerdings nicht ganz in unseren Zeitplan, weshalb wir noch bei Flut übersetzten und den Inlandsweg über eine ganz schöne Ruckelpiste nehmen mussten. Zuvor wollten wir aber noch kurz in Rainbow Beach surfen gehen. Uns was passiert mir direkt nach 10 Minuten im Wasser? Zu weit vorne auf dem Brett…Nose runter gedrückt und zack das Board gebrochen. :-( Nicht lustig!! Zum Glueck hatte mein Vater eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Ich hoffe sehr, dass ich das Geld für das neue Brett nun wieder bekomme. Doch erst einmal zu Fraser Island. Diese Insel besteht nur aus Sand und der ganze dschungelartige Regenwald auf der Insel ist tatsächlich nur auf Sand gewachsen. Echt total beeindruckend! Strassen gibt es auf Fraser übrigens nicht, deshalb braucht man auch dringend ein 4WD, um dort voran zu kommen. Bei Ebbe auf dem Strand mit 80km/h hat auch was… Neben recht coolen Tracks durch den Wald laden ausserdem kristallklare Seen zum Baden ein! Echt wunderschön. Am zweiten Tag unseres Aufenthalts durften wir auch direkt mal einen umgefallenen Baum, der mit der gesamten Krone den Weg versperrte, gemeinsam mit zwei Australiern zersägen und zerhacken. Nach eineinhalb Stunden konnten wir dann auch erschöpft, aber glücklich weiter fahren. Abends ging es dann zurück nach Rainbow Beach und weiter nach Noosa.

Dort kauften wir zunächst ein neues (gebrauchtes) Brett für Rico und ich lieh mir diesmal ein Longboard. Das lief dann auch gleich viel besser… Stoked! Ausser Surfen bietet Noosa allerdings nicht so viel, weshalb wir uns abends weiter Richtung Brisbane begaben. Dort kamen wir schliesslich auch vergangenen Freitag an.

Auf mein Inserat nach einer Mitfahrgelegenheit weiter nach Byron Bay bekam ich auch prompt eine positive Rückmeldung. Die Chance umsonst nach Byron zu kommen, konnte ich mir nicht entgehen lassen und so war ich nur eineinhalb Stunden in Brissie – und das auch nur, um mit Rico Bilder auszutauschen!

Phil, ein 51jaehriger Halbhippie fuhr runter zu einem Konzert, das in der Nähe von Byron Bay statt fand. Kurzerhand entschied ich mich seine Einladung anzunehmen und mit auf das Konzert zu gehen. Gypsie Jazz….hae??? Ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil. Rapskallion rockt, aber sowas von!! Zwar kam ich mir etwas verloren vor in meinem normalen Outfit in mitten der Hippies, aber das interessiert ja keinen. :-) Ein wirklich cooler Abend jedenfalls!! Am nächsten Morgen wurde ich dann auch schön in Byron Bay abgesetzt. Dort musste ich erst einige organisatorische Dinge wegen Neuseeland regeln. Nachmittags traf ich mich noch einmal mit den Sylter Jungs. Zu dumm, dass ich in diesem Moment nicht realisierte wie gut die Wellen waren. Ich hätte mir definitiv ein Brett leihen sollen. Da dachte ich aber noch, dass ich dies ja am Montag machen könnte. Da ich leider keinen Host in Byron gefunden hatte, musste ich abends nach Mullumbimby trampen. Dort verbrachte ich zwei Nächte bei Brian und seiner lieben kleinen Familie. Am Sonntag begleitete ich Brian zum Fischen…allerdings sass ich lediglich als Glücksbringer auf den Steinen, denn Tiere töten könnte ich beim besten Willen nicht – zumindest keine Fische. Die bestaune ich lieber lebendig im Wasser! Nach ein paar Stunden lernte ich so auch Mohamad, einen malaiischen Fischer, der nach Australien ausgewandert ist, kennen. Er scheint eine kleine Persönlichkeit zu sein, denn er wurde sogar von National Geographic Australia portraitiert. Auf jeden Fall war es sehr interessant mit ihm zu sprechen und über sein Verständnis zum Meer und der Natur zu lernen. Nach etwas Babysitting am Abend ging es am Montag Morgen wieder nach Byron Bay. Dort wollte ich nun also endlich surfen. Nachdem ich endlich alles mit dem Schreiben für die Versicherung erledigt hatte, machte ich mich also auf zum Strand. Und siehe da: Keine Wellen. :-( Leider war es viel zu windig. Also genoss ich einfach noch die Sonne bevor ich mich auf nach Sydney machte. Nun bin ich also wieder dort, wo alles anfing! Heute werde ich noch an einer der in vielen Städten angebotenen kostenfreien Stadtführungen teilnehmen bevor es dann abends zum Flughafen geht. Morgen Früh fliege ich dann weiter nach Auckland. Dort bin ich erst einmal drei Tage. Ab dem 24. mache ich dann einen 3taegigen Trip mit anderen Couchsurfern auf der Nordinsel. Yeah!!

Doch zuvor möchte ich euch allen und euren Liebsten noch ein FROHES FEST wünschen! Geniesst die Feiertage und den Schnee!!

Ozzy Fotos

Hier gibt es nun auch endlich meine Bilder aus Australien. :)

Road Trip

Leider habe ich derzeit auch nicht wirklich die Moeglichkeit laenger im Internet zu sein, deshalb wollte ich mal nur kurz von mir hoeren lassen und euch sagen, dass es mir nach einem sehr coolen Road Trip von Townsville nach Brisbane sehr gut geht! Heute geht es direkt weiter nach Byron Bay, wo ich hoffentlich mal ein Update schreiben kann. :D

Down Under

Es ist ja schon etwas her, dass ich von mir hab hoeren lassen und leider habe ich gerade auch nicht die Zeit einen ausfuehrlichen Bericht zu schreiben. Mir geht es soweit sehr gut – auch wenn ich inzwischen leider zwei merkwuerdige Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht habe. Derzeit bin ich fuer eine Woche in Townsville bevor es am So. die Ostkueste entlang runter geht. :) Ich war zuerst in Sydney und nahe den Blue Mountains, bin dann mit dem Bus nach Melbourne gefahren und habe dort einen Trip zur Great Ocean Road und den Grampians gemacht. Vergangenen Do. bin ich dann nach Cairns geflogen. Nach einem Besuch des Cape Tribulation und den Straenden von Cairns bin ich gestern weiter nach Townsville, wo ich gegen Unterkunft und Essen ein wenig arbeite. :)

Bye bye Cape Town and South Africa

Wow, schon 10 Tage ist es her, dass ich geschrieben habe. Wie ihr euch vorstellen koennt, ist in der Zwischenzeit viel passiert!

Um meinen sonnenverbrannten Koerper etwas zu schonen verbrachte ich die naechsten Tage also vor allem im Auto, denn mit Philipp und Ewgeni machte ich mich auf den Osten zu erkunden. Wir fuhren auf der Garden Route vor allem die R62, eine Strasse, die in Suedafrika aehnlichen Status wie die bekannte R66 der USA hat. Die Landschaft war einfach unbeschreiblich!! Canyons, Stoppelfelder, Weinberge, zahlreiche Paesse und viele kleine Orte. Unser erster Stopp nach etwa 300km war Ronnie’s Sex Shop, eine Bar, die ihren Namen aufgrund eines Dummejungenstreichs erhalten hat und nun in zahlreichen Reisefuehrern schon Kultstatus erreicht hat. Denn sie macht ihrem Namen alle Ehre. Zahlreiche Schluepfer und BHs finden sich nebst anderen Hinterlassenschaften wie Geldscheinen, Postern, etc. in der Bar. Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen und zumindest auf der Wand ueber dem Eingang unterschrieben „In Ermangelung von Unterwaesche“, denn Letztere wollten wir dann doch lieber anbehalten. ;-)

Abends ginge es noch weiter nach Mossel Bay, wo wir schliesslich um elf Uhr nachts das wohl billigste/beste Abendsessen ever hatten. Umgerechnet 2,50 EUR bezahlte ich fuer mein Sandwich, das sich als Double Sandwich entpuppte – natuerlich inkl. Pommes dazu! Und Leute, es war echt lecker. Wer haette das gedacht? Auch gab es an diesem Abend das beste Cider, das ich bisher getrunken habe: Burchills. Schoen apfelig. :-)

Ausgeruht ging es morgens weiter zum hoechsten Bungeesprung weltweit. Ewgeni wagte sich die 216m Bruecke hinunter…ich sparte mir die umgerechnet 69 EUR lieber und filmte seinen Sprung nur. Junge, Junge, das ist echt verdammt hoch!! Und ich glaube inzwischen fest, dass ich wohl doch nicht zu den abenteuerlustigsten Leuten gehoere. Das waere irgendwie nichts fuer mich…dann doch lieber den Fallschirmsprung?!

Nach einem 5minuetigen Aufenthalt im verregneten und verwehten Jeffreys Bay (unter anderen Bedingungen ein absoluter Surfer Hotspot!) fuhren wir direkt weiter nach Addo, wo wir in einer kleinen Lodge am Dschungelrand uebernachteten. Superlage und fuer 15 EUR inkl. Fruehstueck konnte man echt nicht meckern!! Schade, dass wir hier nicht noch eine Nacht geblieben sind. Doch der naechste Tag lockte mit den Big 5 – auch wenn es bei uns lediglich Big 3 waren. Wir fuhren in den Addo Elephant Park. Dank absolut ueberzeugender Auskunft, dass wir doch in Cape Town wohnen wuerden, durften wir den Local-Eintrittspreis von 3,50 EUR anstatt 14 EUR zahlen und mit unserem Auto selbst durch den Park fahren. Ein einmaliges Erlebnis war es eine Elefantenmama mit ihrem Kleinen mit gerade mal 1,5 bis 2m Abstand zu passieren. Ausserdem sahen wir noch viele Wildschweine (die tatsaechlich Pumba aus dem Koenig der Loewen stark aehneln), Kudus, Springboecke, einen Schakal, Schildkroeten, Paviane, einen Bueffel und aus weiter Entfernung sogar drei Loewen. Insgesamt hatten wir uns aber alle etwas mehr davon erhofft. Ich denke allerdings, dass man fuer ein besonderes Erlebnis auch definitiv mehr Zeit als einen halben Tag mitbringen muss.

Der Rueckweg gestaltete sich rein fahrtechnisch als abenteurlicher als gedacht. Wir waren mit unserem Mietwagen wieder auf der R62, ich am Steuer. Langsam setzte die Dunkelheit ein und es begann leicht zu regnen. Dass unsere Scheibenwischer nicht gerade die besten waren, hatten wir schon am Tag zuvor erfahren. Doch in der Dunkelheit mit Gegenverkehr, der sein Fernlich generell wohl nie ausmacht, ist das dann doch etwas anderes. Dunkelheit bedeutet uebrigens oft wirklich komplette Dunkelheit – ohne Reflektoren am Strassenrand oder der Strassenmitte! Auch kommt es natuerlich durchaus vor, dass Tiere die Strasse kreuzen oder Schwarze am Strassenrand laufen. Ohne rassistisch klingen zu wollen: Diese Personen sieht man wirklich erst sehr, sehr spaet, was das Fahren nicht gerade vereinfacht! Tags drauf fuhren wir noch zum suedlichsten Punkt Afrikas. Die Begeisterung hielt sich hier aber in Grenzen, da es dort nicht wirklich was zu sehen gibt.

Die folgende Woche verbrachte ich vor allem im und am Wasser. Montags und dienstags war ich wieder in Muizenberg zum Surfen. Am Donnerstag fuhr ich nach dem Sonnenaufgangsaufstieg auf den Lion’s Head zum Camps Bay Beach und anschliessend zum Clifton Beach – einfach traumhaft das tuerkise Wasser! Abends war noch ein grosses Couchsurfing Braai angesagt – yammi! Am Freitag Abend ging ich dann mit Tom zum Goldfish Konzert in den Trinity Club – sehr coole Sache: DJs mit Livemusik!! Und auf Ibiza duerfte der Eintritt wohl etwas teurer sein. ;-) Es lebe Cape Town! Tags drauf gingen wir abends in den Club 31 – hoch ueber den Daechern der Stadt. Eine wirklich coole Aussicht, auch wenn ich mit meinem Outfit ziemlich underdressed war. Tagsueber war ich uebrigens erst beim Beachworkout von Jobst, einem Freund von Max aus Koeln. Er hat eine eigene Fitnessstudiokette (Cape Cross Fit) und war frueher Profi-Beachvolleyballer…aber das war vor meiner Zeit. ;-) Am Sonntag schliesslich fuhren wir ins Township zum Restaurant Mzolis. Man kauft es beim Metzger, wartet ca. 1 Stunde und bekommt dann einen Pottich voll Fleisch und Wurst. Dazu gibt es dann Brot und eine klebrige Getreidemasse, die nur mit der dazugehoerigen Sosse Geschmack annimmt. Aber neben dem Essen zaehlt hier vor allem die tolle Atmosphaere. Wie oft ueblich ist auch hier BYOD – Bring your own drinks. Das gibt es auch in zahlreichen Restaurants!

Tja, das war Cape Town dann auch schon wieder. :( Ganze 38 Stunden Reisezeit warteten auf mich…inklusive der Zeitumstellung kam ich nach 2 Tagen in Australien an. Doch von meinen Erlebnissen Down Under berichte ich euch beim naechsten Mal!

Mein offizieller Blog

So, ganz kurz moechte ich euch hier den Link zu meinem oeffentlichen Blog auf Trainingsworld vorstellen. In Kooperation mit atleta erhalte ich einen auf mich zugeschnittenen Trainingsplan fuer das Projekt Halber Ironman 2012 und berichte im Gegenzug von meinem Training unterwegs. :) Werft einfach mal einen Blick drauf!

Fotos

Table Mountain, Langebaan, Wale, Pinguine, Muizenberg, Peninsula

Wow, irgendwie hatte ich ja urspruenglich nicht vor so oft zu schreiben, doch ich habe in den letzten Tagen so unglaublich viel erlebt und die naechsten Tage werden wohl auch recht erlebnisreich werden.

Am Freitag bestieg ich zusammen mit Patrick, der hier aufgewachsen ist, und Naomi, einer spanischen Couchsurferin, den Tafelberg (Table Mountain). Wir gingen die India Venster, eine relativ anspruchsvolle Route mit Kletterabschnitten. Trotz meiner leichten Hoehenangst versprach mir Patrick mich heil oben anzubringen. Gesagt, getan. Und die Angst wird auch mit jedem Aufstieg etwas geringer. Der Ausblick war einfach herrlich!! Trittsicherheit war aber definitiv ein absolutes Muss bei dieser Route. Die noch in Deutschland erworbenen Wanderschuhe haben sich also definitiv gelohnt. Oben angekommen gingen wir noch einige Zeit auf dem Plateau entlang und machten eine kleine Pause. Der Abstieg erfolgte ueber die wohl fast allen Touristen bekannte Platteklip. Hier geht man vor allem Steintreppen hinunter. Ansich nicht weiter schwierig, doch meine Beine schmerzten schon zu diesem Zeitpunkt etwas. Naja, die aufkommende Dunkelheit gab uns dann noch den Rest und wir benoetigten nochmal 2h. Aber gelohnt hat es sich in jedem Fall. Der Tafelberg ist schon irgendwie ein Must do hier. ;-)

Am naechsten Tag hiess es dann auf nach Langebaan, 150km die Westkueste entlang. Dort gab es ein Seafood Festival und vor allem eine schoene Location. Tapfer habe ich jeden der 7 Gaenge probiert, doch war ich ehrlich gesagt eher von dem selbst gebackenen Brot angetan. Ein richtig schoener Ausflug mit anderen Couchsurfern!! Ein Glueck, dass die CS Community hier recht aktiv ist. :D Abends besuchten wir dann noch das Oktoberfest im Paulaner Biergarten in Waterfront (Stadtteil Cape Towns). Jejeje….ein Prosit, ein Prosit… Nach etwas tanzen fiel ich dann allerdings auch nicht zu spaet ins Bett.

Denn am Sonntag folgte ein Ausflug an die Ostkueste. Auf nach De Kelders, zum landbased whale watching. Eine wirklich grossartige Erfahrung, die man nicht auslassen sollte. Auf das im Nachbarort beruehmte Shark Cage Diving verzichtete ich allerdings! Via Hermanus (bekannterer Ort fuer die Walbeobachtung) ging es nach Bettys Bay, wo eine freilebende Pinguinkolonie besichtigt werden kann. Ein Traum! Ich liebe es einfach wie diese Tiere watscheln. Ueber eine wirklich sehr, sehr schoene Kuestenstrasse fuhren wir dann zurueck nach Kapstadt. Abends zog ich dann noch zu meinem neuen Host nach Bishopscourt (angeblich die reichste Gegend Kapstadts) um.

Die neue Wohnsituation musste direkt am Montag Vormittag ausgenutzt werden und so hoerte ich auf den Rat ueber einen kleinen Umweg kostenlos in den Forstbotanischen Garten Kirstenbosch zu gelangen. Leider verlief ich mich ein bisschen und konnte so nur kurz am Rande des Gartens vorbeilaufen. Denn ich musste dringend zurueck und duschen. Am Nachmittag hatte ich schliesslich einen Termin in Muizenberg. Bevor ich jedoch in den Zug dorthin steigen konnte, bat mich mein Host noch sein Auto alleine zu seiner Mum zu bringen. Also der Wurf ins kalte Wasser: 1. Mal Linksverkehr, direkt mit Autobahn, etc. Aber man gewoehnt sich wirklich sehr schnell daran! Ich kann jetzt also auch auf der anderen Seite fahren. Von dort aus fuhr ich also an den Surfstrand. Bei meiner Suche nach einer Unterkunft kam ich in Kontakt mit Tim, der ein Projekt betreut, das Kinder aus den Townships einerseits im Surfen unterrichtet, aber andererseits auch sozial und gesundheitlich bildet. Ich durfte dabei wie eines der Kinder mitmachen und diese Erfahrung war einfach grossartig! Auch wenn die Kinder untereinander in Xhosa sprachen, wechselten sie mir gegenueber doch sofort problemlos ins Englische. Naechste Woche werde ich wohl jeden Tag dort sein und dann auch ausfuehrlicher ueber das Projekt berichten. Fuer mich auf jeden Fall eine unbeschreibliche Erfahrung, die sogar die Wellen uebertraf! Abends war ich dann noch mit vielen anderen Couchsurfern auf einem Braai, einer Art BBQ zuhause. Jeder bringt etwas mit und alles wird zusammen geworfen. Echt eine coole Sache und viele nette Leute.

Gestern schliesslich machte ich mich dann zur Mission Cape Point und Cape of Good Hope auf. Mit dem Zug fuhr ich nach Simons Town, um von dort mit dem Rad Richtung Kapspitze zu fahren. Unterwegs wollte ich eigentlich noch einmal Pinguine in Boulders Beach sehen, doch die kleine Kolonie befindet sich gerade in der Brutzeit und da hielt ich mich brav an das Verbot durch das Tor zu gehen. Auf der anderen Seite haette man noch das kommerzielle Angebot mit einem Rundweg wahrnehmen koennen. Das war mir den Eintritt aber doch nicht wert. Ich fuhr also direkt weiter in den Cape Point National Park. 80 Rand aermer durfte ich schliesslich passieren und nach etwa 2,5h war ich endlich an der Suedspitze der Peninsula angekommen. Ueber einen Wanderweg mit geschultertem Rad erreichte ich im Anschluss das Kap der Guten Hoffnung. Dort angekommen stieg ich wieder auf und erklomm die naechsten Berge. Es ist schon beeindruckend wie viele verschiedene Tierarten hier einfach so frei rum laufen. Drei Schildkroeten konnte ich sogar das Leben retten, als diese die Strasse ueberqueren wollte. :) Ausserdem sah ich noch einige Strausse und ein antilopenaehnliches Tier – da muss ich noch heraus finden, was es schliesslich war. Die angeblich so zahlreichen wild lebenden Affen liessen mich zum Glueck in Ruhe und ich bekam nicht einen einzigen zu Gesicht. Zurueck ging es dann ueber den Chapmans Peak, die wohl schoenste Kuestenstrasse, die ich bisher gefahren bin! Das toppt wirklich alles. Leider ist die Strasse so eng und die Kante so steil, dass man nur selten fuer Fotos anhalten konnte. Aber eine unverwechselbare Erfahrung!! 95,5km und gefuehlte 2.000HM…

Dummerweise hatte ich vergessen Sonnencreme aufzutragen, weshalb ich jetzt einem Streifenhoernchen aehnle. Aber in den naechsten Tagen wird die Roete hoffentlich schnell in Braeune umgewandelt. Denn mit zwei anderen Deutschen fahre ich die Garden Route entlang.

Cape Town

Die Zeit vergeht ja doch immer schneller als man denkt. Das erfuhr ich nun auch einmal mehr, als ich doch urspruenglich zum 30.09. meine Masterarbeit abgeben wollte und es dann doch zwei Wochen mehr wurden. Doch in diesem Fall galt es ganz klar der Qualitaet den Vorrang zu geben. Die Note ist schliesslich doch entscheidender als das nun offiziell fuenfte Fachsemester. Stressig blieb es aber tatsaechlich bis zum Schluss, da neben zahlreichen Programmabstuerzen, verrutschten Seitenzahlen, etc. ja auch noch nebenher eine Weltreise mehr oder minder geplant werden musste. Ausserdem standen natuerlich noch ein Kurzbesuch in der Heimat sowie meine kleine Geburtstags- und Abschiedsfeier an. Doch dank der tatkraeftigen Unterstuetzung meiner lieben Freunde wurde auch diese Huerde genommen und nun bin ich also nach einer wunderschoenen Party in Cape Town gelandet.

Meine Hosts sind echt ruehrend und kuemmern sich sehr gut um mich. Ich wohne bis Mo. im Stadtteil Gardens bevor es weiter geht zu einem Studi nach Bishopscourt. Dazwischen liegen Entspannung, Ausschlafen, mal wieder ein Buch lesen, laufen, schwimmen, radeln, wandern und viel Weggehen. Da dachte ich ja ursprueglich ich mach Couchsurfing, um nicht jeden Abend in einer Bar zu landen und tja, was soll ich sagen, Pustekuchen. ;-) Aber die beiden Jungs sind echt cool und gestern durfte ich mir dann auch mal ne Partyauszeit nehmen, gnaedigerweise. Ich frag mich echt wie die das durchhalten so mit Arbeit und allem. Naja, das afrikanisch Blut halt. Das Wetter ist hier leider noch recht bescheiden und die Sonne schaut nur ab und zu vorbei. Das aendert sich hoffentlich die Tage noch, denn richtig einladend zum Fotos machen ist das Wetter nicht.

Aber das hindert mich nicht an diversen Outdooraktivitaeten teilzunehmen. Heute geht es auf den Tafelberg und morgen evtl. auf den Lions Head. Am Montag fahre ich dann nach Muizenberg, um bei einem Surf Projekt fuer Kids mitzuhelfen und evtl. auch selbst im Anschluss die ein oder andere Welle zu nehmen. Mal sehen. Zu weit raus darf man wegen der Haie gerade nicht. Aber da reichen meine Surfkuenste ja eh nicht fuer aus. Alles save also.

Ausserdem plane ich noch diverse Trips wie Garden Route, Cape Point inkl. Boulders Beach (wo die Pinguine sind) und den Besuch eines Private Game Reserves (Safaripark). Am ersten Novemberwochenende findet dann der Challenge hier statt, bei dem ich als Volunteer helfen werde. Am Tag zuvor gibt es einen Mini-Sprint, an dem ich gerne teilnehmen wuerde insofern ich ein Rad und einen Neo organisiert bekomme. Schade nur, dass dabei keine Zeitnahme stattfindet.

Am 9. November mache ich mich dann auf gen andere Seite der Welt, wo ich schliesslich am 11. November ankommen werde.

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